Therapeutisches Reiten – Förderung mit dem Therapiepferd Charlie
Seit 1993 gehört das Therapeutische Reiten zum festen Kursprogramm der Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM) Haus Früchting. Das bewährte Angebot ermöglicht den Beschäftigten, ihre körperlichen, psychischen und sozialen Fähigkeiten auf besondere Weise weiterzuentwickeln – mit der Unterstützung von Therapiepferd Charlie.
Die Reitstunden finden in der Reithalle Dömern statt und werden von Reittherapeutin Marlen Icking geleitet. Sie ist nicht nur ausgebildete Reittherapeutin, sondern arbeitet auch bei Haus Früchting in der Wohngruppe 5 (Bonhoeffer-Gruppe). Unterstützt wird sie von Mitarbeitenden aus dem Arbeitsbereich, die die Beschäftigten während der Reitstunden begleiten. Zwei Gruppen nehmen im vierzehntäglichen Wechsel an dem Angebot teil.

Im Mittelpunkt steht Charlie, ein ruhiger Tinker, der mit seinem ausgeglichenen Wesen beste Voraussetzungen für die pferdgestützte Therapie mitbringt. Durch den direkten Kontakt zum Pferd und dessen gleichmäßige Bewegungen werden Gleichgewicht, Körperspannung und Koordination gefördert. Gleichzeitig stärkt der Umgang mit Charlie das Selbstvertrauen, die Konzentration sowie die sozialen und emotionalen Fähigkeiten der Beschäftigten.
Das Therapeutische Reiten ist eine ganzheitliche Fördermaßnahme, bei der Körper, Geist und Seele gleichermaßen angesprochen werden. Die Begegnung mit dem Pferd vermittelt Sicherheit, schafft Vertrauen und sorgt für viele positive Erlebnisse.

Für zahlreiche Beschäftigte ist der regelmäßige Termin in der Reithalle ein besonderer Höhepunkt, auf den sie sich jedes Mal aufs Neue freuen.
Mit diesem langjährigen Angebot unterstreicht Haus Früchting, wie vielfältig Förderung gestaltet werden kann. Das Therapeutische Reiten verbindet Bewegung, persönliche Entwicklung und die besondere Beziehung zwischen Mensch und Tier zu einem wertvollen Erlebnis, das den Beschäftigten nachhaltig zugutekommt.



